In einer Studie der Kingston University London wurden die Auswirkungen von Entscheidungen des Privatlebens auf das berufliche Leben untersucht. Erstaunlich, wie sehr sich zum Beispiel eine Heirat oder auch die Gründung der Familie auf die berufliche Zufriedenheit auswirken kann:

Anders, als in vorherigen Studien, wurden in dieser die Langzeitauswirkungen von Lebensentscheidungen untersucht. Die Vorfreude, die vor einer Eheschließung und vor der Geburt des ersten Kindes empfunden wird, wirkte sich häufig nachhaltig auf die Zufriedenheit im Berufsleben aus. Das ist insofern bemwerkenswert, als damit Belege erbracht worden sind, die Rückschlüsse darauf zulassen, dass das Leben außerhalb des Büros entscheidenden Einfluß auf die Zufriedenheit des Arbeitnehmers innerhalb des Büros haben kann.

Je mehr Freude ein Arbeitnehmer in seinem Privatleben über seine neue Vaterschaft oder Mutterschaft empfindet, desto mehr kann davon einfach “überlaufen” in das Berufsleben, wovon mancher der Arbeitsgeber profitieren mag. Dieser Effekt kann sich häufig aber auch ins Gegenteil umkehren, wenn die Realität einsetzt und mit der Geburt des Kindes anschließend ein Gleichgewicht zwischen Arbeitslast und Familienleben gefunden werden muß. Dieser Negativeffekt scheint sich insbesonders häufig bei Frauen einzufinden und kann bis zu 5 Jahre nach der Geburt andauern.

An der Studie nahmen 10.000 Menschen zwischen 1998 und 2008 teil.

Abstract in Science Daily

Veröffentlichung in ScienceDirect

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